2. „Kerschensteiner Dialog“ zum Thema „Online-Sucht – eine unterschätzte Gefahr?“


Am Montag, den 1. April 2019, von 13.00-14.50 Uhr fand der zweite „Kerschensteiner Dialog“ zum Thema „Online-Sucht – eine unterschätze Gefahr?“ statt.

Das Thema ist für unsere Schülerinnen und Schüler von äußerst großer Relevanz.

Aber auch den Unterrichtenden stellen sich hierbei viele Fragen, denn sie sehen eine „Handy-Generation“ heranwachsen, die ständig online ist. Und die ältere Generation ist dies doch mittlerweile auch schon fast? Was ist so faszinierend daran? Was sind die Vorteile, was die Gefahren? Und wo beginnt Online-Sucht eigentlich?

Als Expertenteam war diesmal der „Weimarer Kultur-Express“ eingeladen. Die Theatergruppe ist mit ihrem sehr erfolgreichen Stück „Online“ am Puls der Gesellschaft. Mit der Aufführung des Theaterstückes führten sie die Zuschauerinnen und Zuschauer anschaulich ins Thema hinein.

Darin wird die Geschichte von Jule erzählt, die gemeinsam mit ihrer Mutter in eine neue Stadt gezogen ist. Zum Geburtstag erhält Jule ein neues Smartphone. Das Handy stellt mit der Zeit einen Ersatz für soziale Bindungen dar. Die Welt draußen interessiert Jule immer weniger, sie trifft sich lieber mit Unbekannten und virtuellen Freunden in Chatrooms und Onlinespielen. Ihre Mutter bemerkt, dass Jule sich verändert. Immer mehr vernachlässigt sie die Schule, häusliche Pflichten und am Ende sich selbst. Jule tappt in die eine oder andere Kostenfalle und läuft Gefahr, zu falschen Leuten Kontakt aufzunehmen. Jules Mutter kämpft um ihre Tochter gegen die Anziehungskraft des Internets. Doch dies gestaltet sich äußerst schwierig. Am Ende muss sich Jule eingestehen, dass sie abhängig von ihrem Smartphone ist.

Im Anschluss an das Stück entstand eine lebendige und konstruktive Podiumsdiskussion zwischen Schauspielern, Schülerinnen und Schülern sowie den Lehrkräften. Dabei wurden sich die Anwesenden ihres eigenen Online-Verhaltens bewusst, konnten dies in einen Zusammenhang zur gesellschaftlichen Gefahr der Online-Sucht stellen und wurden sensibilisiert für die eigenverantwortliche und gesunde Nutzung ihres Handys und der sozialen Netzwerke.