Die Abschiedsfeier der Fachschule für Sozialpädagogik 2019 im Zeichen von Flugzeugen, Schiffen und Sternenguckern


Mit dem wunderschönen Song „Rolling in the deep (Adele)“, leidenschaftlich gesungen von der SP18D (Unterstufe), begann die Abschlussfeier der Fachschule für Sozialpädagogik am 03.07.2019. Die im Song enthaltene Botschaft „…And you played it to the beat….“ klang allen 73 Absolventinnen und Absolventen unserer vier BP-Klassen, die an diesem Tag ihren erfolgreichen Abschluss zur staatlich anerkannten Erzieherin / zum staatlich anerkannten Erzieher feierten, wohltuend nach.

Alle Besucherinnen und Besucher erwartete im Folgenden eine bunte Feier mit vielen wunderschönen Beiträgen der Unterstufen unter dankens- und lobenswerter Leitung von Frau Evelyn Schobert. Dabei wurden sie von Sarah und Pascal (SP18C) herzlich und wortgewandt durch das Feierprogramm geleitet.

„Es ist geschafft! …. Die Reise ins Leben beginnt!“ Mit diesen Worten leitete die Schulleiterin Frau OstD‘ Ursula Heine ihre Rede zum beendeten Lebensabschnitt ein. Symbolisch getragen wurde ihre Rede durch ein Flugzeug, das via Video auf eine Leinwand projiziert wurde und geräuschvoll abhob. Mit dem Bild des abhebenden Flugzeugs hob Frau Heine die physikalischen Gesetzmäßigkeiten hervor, die einem Flugzeug seine Flugfähigkeit verleihen. Diese physikalischen Eigenschaften übertrug sie symbolisch auf unsere Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten und wünschte ihnen Antrieb, Auftrieb, Bewegung und fortwährende Dynamik, um mit gutem und sicherem Flug in den neuen Lebensabschnitt zu starten. Ihre Frage „Trauen Sie sich in das Flugzeug ihres Lebens?“ blieb individuell wegweisend und antwortsuchend im Gedächtnis der Zuhörerinnen und Zuhörer.

Nach einem auflockernden Schattenspiel der SP18D zum Erraten von Schülertypen richtete der Landrat des Rhein-Sieg-Kreises Herr Sebastian Schuster seine Gruß- und Wunschworte an die Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten. Als Schlüssel zum Leben betonte er die Bedeutung eines Berufsabschlusses, da dieser ein Türöffner sei, um das Leben nach eigenen Wünschen gestalten zu können. Herr Schuster wies eindringlich auf die Bedeutung des Rhein-Sieg-Kreises als potenten Arbeitgeber mit vielfältigen Arbeitszeitmodellen hin. Als Wunsch und Leitbild gab er abschließend unseren Absolventinnen und Absolventen die Worte „Die großen Meister sind diejenigen, die immer Schüler bleiben werden.“, mit auf den Weg.

Das von der SP18B vorgetragene „Liather“, ein Theaterstück verknüpft mit einem Lied, schaffte  einen gelungenen künstlerischen Beitrag zwischen den Reden, um entspannt vorbereitet für die nächste zu sein.

Mit den Worten „Mein Herz pocht gerade ultraenorm“ hob Dennis Kappes, Klassensprecher der SP16B, zu seiner sehr persönlich getragenen Rede an. Dennis beschrieb sehr offen, leidenschaftlich, emotional und eindringlich seine ganz persönlichen individuellen Veränderungen im Laufe der letzten drei Ausbildungsjahre. Dabei machte er auf unterschiedliche Herausforderungen im Kreislauf von Glücks- und Leiderfahrungen aufmerksam, die er individuell bewältigt habe. Mit den Worten „Ich liebe jede Sekunde meines Lebens!“ und „Du bist der Kapitän!“ gab er der Zuhörerschaft wegweisend die Botschaft mit auf den Weg, das Glück im Leben proaktiv zu suchen und zu finden. Jeder neue Tag solle als Chance begriffen werden, ihn freudig zu begehen und optimistisch zu gestalten. Wichtig dabei sei, als Kapitän das Ruder des Lebens in den eigenen Händen zu halten.

Nach einem musikalischen Zusammenspiel der verschiedenen Schlaginstrumente (SP18C) erfolgte die Zeugnisausgabe für die insgesamt 73 Berufspraktikantinnen und Berufspraktikanten der SP16A, SP16B, SP16C und SP16C. Für alle gab es dazu eine Blume und ein Jahrbuch des Rhein-Sieg-Kreises als Geschenk des Schulträgers.

Und unsere Studierenden der Unterstufe sangen eindrucksvoll das Lied von Mark Foster:

„Egal, was kommt, es wird gut, sowieso
Immer geht ’ne neue Tür auf, irgendwo
Auch wenn’s grad nicht so läuft, wie gewohnt
Egal, es wird gut, sowieso…“

„Denkt daran, in die Sterne zu sehen und nicht auf Eure Füße!“ (Steven Hawking) und: „Du bist Deine Zukunft!“ (Auma Obama).  Diese Worte trugen als Leitbilder durch die anschließende Rede unserer Bereichsleiterin Frau StD‘ Jutta Schöneberg. Obwohl es darum gehe, die Sterne im Blick zu haben anstelle der Wurzeln und Steine vor den eigenen Füßen liege die Zukunft eines jeden nicht in den Sternen, sondern in den eigenen Händen. Der Satz Obamas für die Kinder und Jugendlichen Afrikas gelte auch für jeden von uns – mit aller darin enthaltenen Verantwortung und ohne die Möglichkeit, sich mit den Umständen zu entschuldigen. Wichtig sei sich zu entscheiden: „Begnügen wir uns mit der Welt, wie sie ist, oder arbeiten wir für die Welt, wie sie sein sollte?“ (Barack Obama). Abschließend wünschte Frau Schöneberg den Absolventinnen und Absolventen eine Zukunft, in der sie in ihrer Berufswelt ausreichend Fortschritte erleben in Bezug auf die Welt, wie sie sein sollte, und trotz aller Anstrengungen auch Momente der Entspannung und Gelassenheit, um den Blick in die Sterne genießen zu können.

Sehr emotional bedankten sich die Studierenden der Unterstufe mit einem Tanz und einem zu Tränen rührenden Abschiedslied mit passenden Geschenken stellvertretend für die gesamte Fachschule für Sozialpädagogik bei Frau Schöneberg, die nach gut 25 Jahren Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern und nach fast 15 Jahren Fachschulleitung ihre letzte Abschlussfeier erlebte, da sie in einigen Monaten in den wohl-verdienten Ruhestand geht.

Nach dem offiziellen Programm luden Sarah und Pascal alle Gäste zu Umtrunk und Buffet ins Loft ein, um miteinander die Feier nachklingen und ausklingen zu lassen.

( Klassenleitungen SP16A, B, C, D)

Exkursion der Studierenden der Fachschule für Technik


Exkursion zur Continental Reifen Deutschland GmbH in Aachen

Im Juni bot sich den Studierenden der Fachschule für Technik – Fachrichtung „Kunstsoff- und Kautschuktechnik“ – die Möglichkeit, die Reifenherstellung moderner PKW-Reifen bei der Continental Reifen Deutschland GmbH in Aachen „aus der Nähe“ zu besichtigen. Dieser Besuch wurde durch Herrn Isecke, einen ehemaligen Studierenden unserer Fachschule, vermittelt. Unter seiner sachkundigen Führung konnten die Studierenden einen Einblick in die Entwicklung und Fertigung moderner PKW-Reifen gewinnen. Von der Bereitstellung der verschiedenen Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffe über die Fertigung bis hin zur Endkontrolle konnten alle Schritte „live vor Ort“ besichtigt werden. Dabei wurde deutlich, dass es eines hochkomplexen technischen Prozesses bedarf, um ein solch anspruchsvolles Produkt „Reifen“ mit allen Qualitätsanforderungen des Kunden zu produzieren.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Verantwortlichen und Mitarbeitern der Continental AG in Aachen, die uns diesen sehr eindrucksvollen Einblick in den doch eher selten zu besichtigenden Bereich der Gummiverarbeitung ermöglicht haben.

Das Foto zeigt die Studierenden der KT 18 sowie den stellvertretenden Schulleiter, Herrn Heinemann, und den begleitenden Fachlehrer, Herrn Schmitz, auf dem Werksgelände in Aachen.

Ausbildung zum Brandschutzhelfer- 20 Lehrkräfte wurden geschult


Welche Brandursachen gibt es? Welche Löschmethoden sind in welchen Fällen geeignet? Wir verhält man sich im Brandfall?  Antworten auf diese und andere Fragen konnten  20 Lehrkräfte des GKB Anfang Mai in einer vierstündigen Ausbildung zum Brandschutzhelfer klären.

Geschult wurden sie dabei durch einen Feuerwehrmann, der anschaulich aus seinen Einsätzen berichtete. Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein besonnenes Vorgehen im Falle eines Brandes ist. Erstaunt waren alle im praktischen Teil, über die Hitzeentwicklung und die Detonation erhitzter Spraydosen. Außerdem war es eine interessante Erfahrung verschiedene Typen von Feuerlöschern zu erproben und deren unterschiedliche Handhabung testen zu können.

Die Schulung zum Brandschutzhelfer ist Teil unseres Konzeptes die Arbeitssicherheit am GKB zu verbessern. Neben den Werkstattlehrerinnen und Werkstattlehrern nahmen weitere interessierte Kolleginnen und Kollegen sowie die Sicherheitsbeauftragten des GKB teil.

 

 

Initiative zur Europawahl 2019- Diesmal wähle ich!


Am kommenden Sonntag, 26. Mai ist es soweit- die Wahl zum Europäischen Parlament steht an.

Am GKB haben sich zahlreiche Lehrkräfte an der Initiative beteiligt, in kurzen Statements darzustellen, warum sie selber ihre Stimme bei der Europawahl abgeben. Die Dankbarkeit für den Frieden, das Reisen ohne Grenzkontrollen und bürokratische Hindernisse, die Flexibilität da arbeiten oder studieren und wohnen zu können, wo man möchte, das Bekenntnis zu Freiheit und Solidarität und die Vielfalt, die sich auch in den Pluralistischen Gesellschaften ausdrückt und vor allem der Respekt voreinander-all dies wurde von vielen immer wieder genannt.

Aber auch viele Schülerinnen und Schüler haben auf Karten erklärt welche Themen Ihnen bei dieser Wahl am Herzen liegen und wofür sie ihre Stimme abgeben. Ob Klimawandel, Terrorabwehr, Digitalisierung- es wurden viele wesentliche Themen benannt.

Die Botschaft ist klar und bei allen gleich:

Es kommt auf jede Stimme an. Jeder sollte die Möglichkeit nutzen Einfluss zu nehmen auf das, was in den nächsten fünf Jahren im Europäischen Parlament entschieden wird. Denn dies betrifft jeden persönlich jetzt und auch in Zukunft!

Also nutzt die Chance und geht am Sonntag wählen!

 

GKB Sports-Day 2019- Fit, aktiv und gesund den Schultag erleben


Am 22. Mai fand zum 5. Mal unser Sport- und Gesundheitstag am GKB statt. In diesem Jahr stand er unter dem Motto: „Fit, aktiv und gesund den Tag erleben“.  Ob Zumba, Yoga, Volleyball, Badminton oder Fußball, ob Fitness, Schach oder Tischtennis, die Schülerinnen und Schüler nahmen die Angebote interessiert an und erprobten sie zum Teil erstmals.

Reger Andrang herrschte auch bei der durch die Schülervertretung organisierten Typisierung für die Deutsche Knochenmarkspendedatei. Erstmalig in diesem Jahr gab es auch ein Sports Angebot, welches von den ESports-Profis von Bayer 04 Leverkusen angeleitet wurde. Die Möglichkeit einen Eignungstest der Feurwehr Troisdorf zu durchlaufen wurde ebenso interessiert angenommen wie der Fitnesstest der AOK oder die digitale Sportstation der Barmer Ersatzkasse.Erstmalig wirkt an unserem Aktionstag die Firma Fitoffensive mit, die ihr 3×3=3 System vorstellte, welches das Wohlbefinden, die Leistung- und Konzentrationsfähigkeit steigern kann. Wie in jedem Jahr so wurde auch in diesem Jahr die Möglichkeit, unter Anleitung in der Gruppe zu tanzen, von sehr vielen Schülerinnen und Schülern genutzt.

Und in den Pausen konnten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem kostenlosen Wasser des Wassermobils der Stadtwerke Troisdorf  oder den veganen Bananendrinks der SV erfrischen.

Wir sind sehr zufrieden mit dem diesjährigen GKB Sports- Day  denn die Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit genutzt verschiedene Sport- und Gesundheitsangebote zu erproben. Als Berufskolleg, an dem ein Schwerpunkt neben Sozialem und Technik, der Gesundheitsbereich ist, ist es uns ein besonderes Anliegen, mit diesem Aktionstag das schulweite Gesundheitsbewusstsein zu fördern. Wir hoffen wir konnten durch den Aktionstag das Interesse der Schülerinnen und Schüler für lebenslange sportliche Aktivitäten und gesundheitsbewusste Lebensführung wecken.

Schulsanitätsdienst- das GKB kooperiert ab sofort mit den Johannitern


Bereits seit langem gibt es einen Schulsanitätsdienst am GKB. In Zukunft bekommen wir dabei die professionelle Unterstützung durch den Johanniter Dienst in Troisdorf. Durch regelmäßig angebotene Workshops und Intensivschulungen werden interessierten Schülerinnen und Schülern praxisnahe Erfahrungen von Experten vorgestellt und vermittelt.

Der Kooperationsvertrag sieht vor, dass sich die Vertreter der Schulsanitätsdienst AG zweimal monatlich mit Mitarbeitern des Johanniterbundes treffen, um die weitere Entwicklung des Programms zu begleiten und den Erfahrungsaustausch kontinuierlich zu gestalten.

In der Auftaktveranstaltung am 13.05.2019 brachten die Schulleitung sowie die beteiligten Lehrkräfte des GKB und die anwesenden Vertreter der Johanniter zum Ausdruck, dass sie sich auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit, die den Ausbau des Schulsanitätsdienstes bereichern wird, freuen.

Das GKB präsentiert sich mit dem „Kerschensteiner Dialog“ bei der SpardaSpendenWahl 2019 – Abstimmung dauert bis zum 6. Juni!


Unser Berufskolleg nimmt an der SpardaSpendenWahl 2019 teil. Unter dem Motto „WIR erkunden neue Wege!“ können Schulen ihre Projekte präsentieren, bei denen die Schülerinnen und Schüler der eigenen Neugierde nachgehen und in vielerlei Hinsicht innovativ arbeiten und denken. In diesem Jahr werden von dem Gewinnsparverein bei der Sparda-Bank West e.V. erstmals 200 Projekte von Grund- und weiterführenden Schulen mit insgesamt 400.000 Euro gefördert.

Das Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg  soll noch stärker als Bühne für gesellschaftlich relevante Fragen wahrgenommen werden. Zu diesem Zweck werden Persönlichkeiten aus Kultur, Politik, Wissenschaft und Gesellschaft eingeladen, um in eine Begegnung mit der Schülerschaft zu treten. Dies soll der sogenannte „Kerschensteiner Dialog“ leisten in Form von Vorträgen, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Streitgesprächen oder Interviews.

Das ersten Mal geschah dies am 24.01.19. Unter dem Titel „Meine Ängste, unsere Ängste – welchen Einfluss sollen Ängste in unserem Leben haben?“ erlebten 150 Schülerinnen und Schüler einen besonderen Tag im Haus der Geschichte in Bonn. In einer Podiumsdiskussion mit Jörg H. Trauboth, der als international tätiger Krisenberater und Notfallseelsorger ausgewiesener Kenner der Thematik Angst ist, wurde deutlich, dass viele Ängste bestehen, die sonst kaum ausgesprochen werden. Etwa die Angst, Opfer von Gewalt zu werden, Angst vor Veränderungen durch Digitalisierung, Migration und Klimawandel oder Angst vor Terrorismus oder Altersarmut.

Am 1.04.19 fand der zweite Dialog zum Thema „Online-Sucht“ mit einer Theatergruppe statt. Dabei wurden die Anwesenden für ein eigenverantwortliches Online-Verhalten sensibilisiert.

Weitere „Kerschensteiner Dialoge“ mit harten Diskussionen zu den Themen „Klima“ und „Armut“ folgen bald.

Mit einem Klick dabei- so funktioniert die Abstimmung:

Bis zum 6. Juni 2019 um 18 Uhr kann jeder mitentscheiden, welche Projekte gefördert werden. Es wird online per kostenloser SMS-Abstimmung unter www.spardaspendenwahl.de abgestimmt. Sehr kleine, kleine, mittelgroße und große Schulen treten in ihren Kategorien gegeneinander an.

So auch das Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg. Mit unserem Projekt wollen wir dieses Vorhaben konkret umsetzen:

Mit der erhofften finanziellen Förderung wird es dem Kerschensteiner Dialog noch besser möglich sein, interessante Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in einen echten und fruchtbaren Dialog mit den Schülerinnen und Schülern unserer Schule zu führen.

Es lohnt sich also, für unsere Schule abzustimmen!

Das Bewerbungsprofil finden Sie unter:

https://www.spardaspendenwahl.de/profile/georg-kerschensteiner-berufskolleg-troisdorf/

Weitere Informationen zum Projekt und dem Förderwettbewerb erhalten Sie unter:

www.spardaspendenwahl.de

Ansprechpartner für diese Initiative ist A. Schwanke.

Großer Andrang am Blutspendetag


Nachdem unsere letzte Blutspendeaktion, die im Rahmen des Aktionstages „Junge Fahrer“ 2018 stattfand, gezeigt hatte, dass die Spendenbereitschaft unserer Schülerschaft und Lehrerschaft sehr groß ist, wurde auch in diesem Jahr ein Bluspendetag organisiert.

Am 29. April war dazu das Deutsche Rote Kreuz mit seinem Blutspende Mobil zu Gast am GKB.

Und auch dieses Jahr bewiesen die Warteschlangen bei der Anmeldung: die Spendenbereitschaft am GKB ist groß.

Ein herzlicher Dank an alle Blutspenderinnen und Blutspender!

Praktikumsbesuche in Malta- eine Lehrkraft des Beruflichen Gymnasiums berichtet


Auf dem Weg zu unseren drei Auslandspraktikantinnen in Malta, lasse ich die Telefonate mit den Dreien in den letzten Wochen Revue passieren und resümiere mit Hochachtung: unsere drei Schülerinnen standen vor der Herausforderung die institutionellen Gegebenheiten vor Ort, die divergierenden Auffassungen von Erziehung im Verhältnis zu dem, was sie bisher gelernt hatten,  mit ihren eigenen, entwickelten Ansprüchen zu verzahnen und ganz nebenbei zudem ein völlig selbstständiges eigenes Leben in der kleinen Gruppe zu bewerkstelligen.

Bei meinen ersten Praktikumsbesuch erlebe ich selbst die im Vergleich zu Deutschland unterschiedlichen Gegebenheiten in Malta: Die Einrichtung ist ein einfaches Wohnhaus zwischen vielen, sie ist kaum erkennbar, es gibt keine Außenspielflächen um das Haus herum und – wie ich dann feststelle – auch sonst keine, zumindest keine am Boden, so wie wir das kennen. Nur ein kleines Schild weist auf die Einrichtung hin.

Der Personalschlüssel ist erstaunlich dicht, auf etwa drei Kinder kommt eine Erzieherin. Es ist kein Mann zugegen, ich sollte feststellen, dass dies hier weithin noch ein vollkommen klarer Frauenberuf ist. Ich hospitiere das Angebot und bin begeistert: selbst in der Form, in der Kinder brav am Tisch sitzen und schablonierte Osterfiguren farblich bearbeiten, entstehen partizipative Räume und Möglichkeiten, die unsere Praktikantin ganz selbstsicher auf Englisch anbahnt und begleitet. Ich bin richtig stolz. Ich bleibe noch ein Weilchen und beobachte auffällig und eigentlich durchgängig herzliche und liebevolle Interaktionen zwischen den Kindern und den Erzieherinnen.

An der Infowand für die Eltern beeindruckt mich der akribische Wochenplan für die Kinder, aus dem einzelne tägliche Themenblocks, Methoden und Lerninhalte aufgeschlüsselt werden. Die Leiterin erklärt mir hierzu, dass sie sehr streng auf die Umsetzung der Lernziele achte. Einen Teamraum gibt es nicht und auch keine gemütliche Kaffeeecke oder sonstigen Rückzugsraum für die Erzieherinnen. Trotzdem sind das Team und die Kinder bester Laune.

Auch in der zweiten Einrichtung ist die Atmosphäre insgesamt entspannt und fröhlich, wenngleich unendlich laut und eng. Die Kinder spielen, krabbeln und robben zwischen den auf dem Boden sitzenden Kindern umher, es wird geklatscht, gesungen, geweint und getröstet. Stolz kann ich unsere Schülerinnen dabei beobachten, dass sie es  schaffen, den Kindern unterschiedlichen Alters elegant kleine Entscheidungsspielräume anzubieten, obwohl in den pädagogischen Konzepten der U3 Einrichtungen das Thema „Partizipation“ nicht vorrangig beachtet wird. Ich bin mir sicher, dass sowohl unsere Schülerinnen als auch ich diese Eindrücke von Malta nicht vergessen werden. (Dr. H. Jörges)

Auslandspraktikum in Malta-Schülerinnen des Beruflichen Gymnasiums Erzieher/-in berichten


Vier Wochen Auslandspraktikum und es war eine Erfahrung für den Rest unseres Lebens:  ein kleines Stück Paradies, das wir für immer in unseren Herzen tragen werden.

Wir sind reifer geworden, über uns hinausgewachsen und haben eine ganz andere Wahrnehmung gegenüber uns selbst und anderen Menschen entwickelt.

Wir haben eine Kultur in uns aufgenommen und Menschen und Dinge kennengelernt, die unser Leben bereichert haben. Wir haben nicht zuletzt einen doch sehr anderen, besonderen Zugang zu unserem Berufsfeld kennengelernt. Zunächst waren wir über die fast vorschulhafte Organisation des Kleinkindalttags irritiert, lernten aber, uns in die Arbeit einzubringen. Das war nicht sehr schwer, denn die Menschen in den Einrichtungen, die Kolleginnen (es ist nicht üblich in Malta, dass Männer den Beruf des Erziehers ausüben) und die Kinder nahmen uns herzlich an. Der Abschied war schmerzlich.

Sicher spricht hier unsere persönliche Begeisterung aus uns, aber wir sind der Meinung, dass ein Auslandpraktikum eine Möglichkeit ist, die jeder Schüler/jede Schülerin haben sollte!

Unabhängig von der Persönlichkeit und der Fremdsprachenkompetenz, ob introvertiert oder extrovertiert, jeder und jede wird in einem Auslandspraktikum viele Anlässe finden zu wachsen. Wir wünschen uns für alle Schüler_innen die Möglichkeit ein solches Abenteuer zu erleben, das uns so viele berufliche und soziale, kulturelle und ganz eigene Erfahrungen auch der Freiheit und des Glücks geschenkt hat. I.Pump, L.Tokgözoglu, M.Weiher  –  GYE 17