Am 10. und 11. November 2025 nahm die Fachschule für Sozialpädagogik (FSP) an der diesjährigen Tagung der Bundesarbeitsgemeinschaft der öffentlichen und freien, nicht konfessionell gebundenen Ausbildungsstätten für Erzieherinnen e.V. (BöfAE) in Frankfurt am Main teil. Die Veranstaltung bot eine Plattform für den Austausch zu aktuellen Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten in der Erzieherinnenausbildung. Das Thema der Tagung „Zukunft gestalten: Kinder- und Jugendhilfe in der Erzieher:innenausbildung – Herausforderungen und Entwicklungsmöglichkeiten in der kompetenzorientierten Lehrplangestaltung“ spiegelte die Notwendigkeit wider, die Ausbildung stärker an den Bedarfen der Kinder- und Jugendhilfe auszurichten.

In den letzten Jahren hat sich das Arbeitsfeld der Kinder- und Jugendhilfe stark gewandelt. Neben der klassischen Arbeit in Kindertageseinrichtungen rücken stationäre und ambulante Angebote der Jugendhilfe zunehmend in den Fokus. Die Tagung stellte zentrale Fragen: Wie kann die Kinder- und Jugendhilfe als gleichwertiges Handlungsfeld in der Ausbildung verankert werden? Welche Kompetenzen brauchen angehende Erzieher*innen für die Arbeit mit belasteten Kindern und Jugendlichen? Und wie kann eine gelingende Lernortkooperation zwischen Fachschulen und Einrichtungen aussehen?

Lehrkräfte und Leitungskräfte aus allen Bundesländern setzten sich auf der Tagung intensiv mit diesen Fragen auseinander. In wissenschaftlichen Vorträgen und praxisorientierten Workshops wurden Ansätze diskutiert, wie die Ausbildung strukturell, inhaltlich und didaktisch weiterentwickelt werden kann. Ein Fokus lag darauf, die Perspektiven von Erzieher*innen in der Jugendhilfe sowie die Lebensrealitäten der betreuten Kinder und Jugendlichen stärker in die Ausbildung einzubeziehen. Die Diskussionen zeigten deutlich: Eine praxisnahe und fachlich fundierte Ausbildung braucht eine enge Vernetzung zwischen Fachschulen, Trägern und Einrichtungen.

Am Abend des ersten Tages bot ein „Barcamp“ den Teilnehmenden die Möglichkeit, sich in bundesweiten Gruppen über aktuelle Themen und Herausforderungen auszutauschen. Der informelle Rahmen ermöglichte einen offenen Dialog und brachte innovative Ideen und Best-Practice-Beispiele aus den verschiedenen Fachschulen und Fachakademien zusammen. Besonders der kollegiale Austausch zu Konzepten für die stationäre Jugendhilfe verdeutlichte die Bedeutung einer bundesweiten Vernetzung.

Für unsere Fachschule für Sozialpädagogik war die Teilnahme an der BöfAE-Tagung eine wertvolle Gelegenheit, die Ausbildung zukunftsgerichtet zu reflektieren und Impulse zu gewinnen, wie die Kinder- und Jugendhilfe als Handlungsfeld gestärkt werden kann. Die gewonnenen Erkenntnisse werden in den kommenden Monaten in unsere Ausbildungsarbeit einfließen, um unsere zukünftigen Erzieher*innen bestmöglich auf die Herausforderungen ihres Berufsfeldes vorzubereiten.

Wir danken der BöfAE für die inspirierende Organisation der Tagung und freuen uns auf eine weiterhin enge Zusammenarbeit mit anderen Fachschulen und Fachakademien.

(BOE/HAS)