Anlässlich des 250. Geburtstags von Ludwig van Beethoven hat das LVR-Landesmuseum Bonn, zusammen mit vier internationalen Museen, einer Ballettschule und dem Beethoven Orchester Bonn, eine interaktive Sonderausstellung rund ums Thema Musik erschaffen. Zwischen dem 21.11.2019 und dem 13.09.2020 kann man die Ausstellung im LVR-Landesmuseum Bonn besuchen. Danach wird die Ausstellung als Botschafter des Jubiläumsjahres in vielen anderen Städten Europas zu finden sein.

Die Ober- und Unterstufen der Fachschule für Sozialpädagogik besuchten mit Frau Schoberth-Begemann diese Ausstellung am 17. und 18.12.2019.

Die Klassen wurden von drei Museumspädagoginnen in Gruppen aufgeteilt und erhielten zuerst eine fachgerechte, pädagogische Führung für Erzieher*innen durch die Ausstellung. Anschließend konnten sich die Studierenden frei in den Räumlichkeiten bewegen, da die Ausstellungsräume ausschließlich für unsere Klassen reserviert waren.

In der Ausstellung befanden sich verschiedene Stationen, bei denen man neben vielen schriftlichen Informationen auch selbst etwas ausprobieren und tätig werden konnte. Beispielsweise gab es einen Raum in dem ein Video zu einem ausgesuchten Lied gedreht werden konnte. Ein weiteres Angebot, genannt „Carpool Karaoke“, gab den Besuchern die Möglichkeit sich in einen echten Smart zu setzen, ein Lied auszuwählen und dabei mitzusingen. Bei einer weiteren Station hat das Beethoven Orchester Bonn den zweiten Satz der 9. Symphonie von Beethoven eingespielt, wobei an verschiedenen Instrumenten im Orchester ein besonderes Mikrophon aufgestellt wurden. Die Studierenden konnten sich nun einen virtuellen Orchesterplatz aussuchen und erleben, was die Musiker während der Vorstellung hören. In einer weiteren Station erfuhren sie mit Hilfe eines Globus wie die Musik in verschiedenen Ländern klingt. Es gab auch die Möglichkeit ein eigenes Lied zu komponieren oder zur Musik in einem „Battle“ zu tanzen. In eine sogenannte „Silent Disco“ konnte man sich Kopfhörer aufsetzen und sich zu wählbarer Musik frei bewegen. Die angehenden Erzieher*innen hatten auch die Möglichkeit vielen ernsthaften Fragen nachzugehen. Zum  Beispiel wurde erklärt wie unterschiedliche Gehirnregionen auf verschiedene Arten von Musik reagieren oder wie Menschen mit Hörbeeinträchtigungen Musik erleben. Insgesamt konnten etwa 30 Stationen von den Studierenden betrachtet und ausprobiert werden.

Die Ausstellung bot durch ein breites Spektrum von Angeboten und Mitmachmöglichkeiten, viel Neues über das Thema Musik zu erfahren. In einer abschließenden Reflexion stellten die Museumspädagoginnen noch einmal den Bezug zur Erzieher*innenausbildung her. Dabei wurde den Studierenden erklärt, wie sie die Ausstellung so vorbereiten und begleiten können, dass sie für Kinder interessant und altersgerecht nutzbar ist.