Mit der Angst nicht alleine sein- Erster Kerschensteiner Dialog im Haus der Geschichte


Am Donnerstag, 24.1.2019, besuchten 150 Schülerinnen und Schüler im Haus der Geschichte die aktuelle Sonderausstellung „Angst – eine deutsche Gefühlslage“.
„Wir nehmen diese Ausstellung zum Anlass, um die Ängste der Schülerinnen und Schüler zu thematisieren. Denn das Kollegium stellt immer wieder fest, dass in der Schülerschaft viele Ängste bestehen und nicht ausgesprochen werden“, so Schulleiterin Ursula Heine.Dabei handele es sich um die Angst, Opfer von Gewalt zu werden, Angst vor Veränderungen durch Digitalisierung, Migration und Klimawandel oder Angst vor Terrorismus oder Altersarmut.
„Die Ausstellung thematisiert anschaulich kollektive Ängste vor Dingen, die nicht unbedingt sinnvoll allein zu überwinden sind“, so unsere Schulleiterin.
Unsere Schulleiterin, die selbst Notfallseelsorgerin ist, konnte für diesen besonderen Schultag den lange international tätigen Krisenberater Jörg H. Trauboth als Experten, Referenten und Diskussionspartner gewinnen.
„So erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, sich intensiv mit dem Thema Angst auseinanderzusetzen und direkt darüber zu reden. Sie konnten ihre eigenen Ängste benennen, Zusammenhänge zu bestehenden kollektiven Ängsten herstellen und eine Sensibilität für die lähmende Macht von Ängsten in ihrem eigenen Leben entwickeln.
Wir hoffen, dass vom diesem Tag das positive Gefühl ausgeht, trotz aller Ängste und Herausforderungen das Leben mutig und verantwortungsvoll zu meistern. Gemeinsam können wir als Schulgemeinschafft – statt in Ängsten zu verharren – proaktiv ins Handeln kommen“, hofft Frau Heine.