Länderübergreifendes Projekttreffen in der Türkei


Erasmus+ Projekt “Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment”

Das letzte Treffen unser aktuellen Erasmus+ Projektes hat vom 08.-12.10.2018 in Bursa in der Türkei stattgefunden. Während des zweijährigen Projektes reisten ca. 90 Schüler/-innen und Lehrer/-innen nach Deutschland, Bulgarien, Ungarn und die Türkei.
Unser wichtigstes Ziel war die Antidiskriminierungsarbeit. Während des Projektes haben die Schüler ein Bewusstsein dafür entwickelt, dass Andersartigkeit mit Vorurteilen behaftet ist. Dieses Ziel wurde erreicht, indem sie dafür sensibilisiert wurden, dass Andere nicht immer ihren eigenen Erwartungen entsprechen müssen und können. Durch die Kurzzeitaustausche von Schülergruppen in den jeweiligen Partnerländern konnten die Schüler bestehende negative Annahmen relativieren und zum großen Teil abbauen.

Die Aufenthalte in den Partnerländern förderte zudem das Selbstverständnis der Schüler sich als Europäer zu definieren. Ihnen wurde zunehmend bewusst, dass sie mehr soziokulturelle Gemeinsamkeiten hatten, als sie anfänglich gedacht haben. Auch über das Projektende hinaus sind Freundschaften beibehalten worden. Die Schüler stellten Mythen über andere Gruppen konstruktiv in Frage, indem sie in direkten und persönlichen Austausch gehen konnten und indem sie Stereotypen kreativ und kritisch hinterfragt haben.

Das Ziel, sich gegen Diskriminierung jeglicher Form zu stellen und diese Haltung als Grundlage für eine demokratische Gesellschaft zu sehen ist den Schülern durch eine intensive Bearbeitung der Menschenrechtscharta gelungen.

Die Schüler hatten außerdem die Möglichkeit sich mit den Flüchtlingen in den Internationalen Förderklassen auszutauschen. Besonders interessant war das für die Schüler aus Ungarn, weil sie bis dato keine Berührungspunkte mit Flüchtlingen hatten. In ihren Rückmeldungen zum Projekt haben sie genau diesen Aspekt hervorgehoben. Folgende zwei Aktivitäten, die das Zusammengehörigkeitsgefühl, den gegenseitigen Respekt und die Toleranz stärkten sind besonders hervorzuheben:
Das gemeinsame Tanzprojekt (über einen Zeitraum von einem halben Jahr als Tanzworkshop mit professionellen Choreografen und währende der KTS in Deutschland in drei Workshops, siehe Teil Aktivitäten) und das gemeinsame Abschlusskochen bei dem KTS in Deutschland, bei dem die Schüler in gemischten Teams das Abschlussmenü vorbereitet haben.

Projekttreffen unseres ErasmusPlus-Projektes


Die Woche vom 12.03. – 16.03.2018 stand ganz im Zeichen des Erasmus-Gedankens der EU: Unsere Schule war Gastgeberin für die Schülergruppen aus den Partnerländern Bulgarien, Ungarn und der Türkei. In dieser sehr aktionsreichen, interessanten aber auch arbeitsintensiven Woche stand die Frage im Mittelpunkt, wie Diversität als Bereicherung für die berufliche Handlungsfähigkeit gelingen kann.

Die Notwendigkeit, interkulturelle Kompetenzen auszubauen wurde von der IHK in einem Vortrag zu Beginn der Woche verdeutlicht. Die Schülerinnen und Schüler nahmen an einem Tanzprojekt teil, bei dem Sie die Gelegenheit bekamen, Diskriminierungserfahrungen aber auch die positive Bedeutung von Zusammengehörigkeit im körperlich-kreativen Ausdruck zu entdecken und zu reflektieren. Des Weiteren nahmen die Schülerinnen und Schüler an einem Workshop zur „Gewaltfreien Kommunikation“ nach Rosenberg teil (vielen Dank an Ulrike Fischer!). Hierbei haben die Jugendlichen Möglichkeiten kennengelernt, wie sie ihre Kommunikationsfähigkeit und Konfliktlösungsstrategien verbessern können. Durch den Besuch der Einrichtung Migrapolis in Bonn konnten die Schülerinnen und Schülern mehr über die Formen des ehrenamtlichen Engagements für das bessere Gelingen von Integration und die Förderung einer vorurteilsfreieren und toleranten Gesellschaft erfahren. Diverse Museumsbesuche zu dem Thema Diversität und Diskriminierungserfahrungen aber auch die gemeinsamen Arbeitsphasen in der Schule gaben den Teilnehmern die Möglichkeit einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema dieser Mobilität. Neben all der inhaltlichen Arbeit nahmen sich alle Beteiligten aber auch die Zeit bei z.B. gemeinsamen Abendessen in geselliger Atmosphäre fern von Schule einfach eine schöne Zeit miteinander zu verbringen. Die Besuchswoche an unserer Schule endete schließlich mit der Abschlussveranstaltung am Freitag, den 16.03.2018 wo diverse Ergebnisse der Partnergruppen noch einmal präsentiert wurden, begleitet mit wunderbaren musikalischen und tänzerischen Beiträgen der Schüler. Das anschließende gemeinsame Kochen mit dem gemeinsamen Abendessen in der Schule war für die meisten Schülerinnen und Schüler der eigentliche Höhepunkt der Woche. Es hat sich noch einmal mehr bewahrheitet, dass nicht nur Liebe durch den Magen geht, sondern auch (interkulturelle) Freundschaften! S. Akca-Yücesoy, S. Mc Nelis, M. Sumanovic

Förderung von demokratischer Bildung und Toleranz durch internationalen Schulaustausch


KMK Fachtagung „Förderung von demokratischer Bildung und Toleranz durch internationalen Schulaustausch“

13. – 15. Mai 2018 in Weimar

Wir sind sehr gerne der Einladung des Pädagogischen Austauschdienstes gefolgt und haben an der Fachtagung zur Förderung von demokratischer Bildung und Toleranz durch internationalen Schulaustausch in Weimar teilgenommen und unser Erasmus+ Projekt „Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment“ bei einem Markt der Möglichkeiten vorstellen dürfen.

Die Fachtagung begann mit einer Führung durch die Gedenkstätte Buchenwald. Die offizielle Eröffnung erfolgte durch den thüringischen Minister Helmut Holter, der zurzeit auch Präsident der Kultusministerkonferenz ist. Er stellte fest: „Freiheit, Demokratie, Menschenrechte und Gerechtigkeit sind in Europa keineswegs selbstverständlich. Umso wichtiger ist es, dass Schule und Unterricht junge Menschen befähigt, für diese Werte einzutreten und sich in unserer Gesellschaft zu engagieren. Internationale Schulpartnerschaften eigenen sich in besonderer Weise dazu, tolerantes Handeln einzuüben. Damit sind sie ein wichtiger Beitrag zur Demokratieerziehung.“ Schon Alexander von Humboldt habe erkannt: „Die gefährlichste Weltanschauung ist die Weltanschauung derer, die die Welt nie angeschaut haben.“ Austausch ist deswegen die beste Vorbeugung gegen falsche und gefährliche Weltanschauung.

Der Philosoph und Journalist Jürgen Wiebicke stellte seine „10 Regeln für Demokratieretter“ vor und es gab während der drei Arbeitstage viel Raum für intensiven Austausch zu folgenden Fragen: Welchen Beitrag leisten internationale Schulpartnerschaften dazu, Jugendlichen demokratische Werte und Toleranz gegenüber anderen Meinungen und Lebensweisen zu vermitteln? Wie gelingt es durch Austauschprojekte, unter Schülerinnen und Schülern demokratisches Engagement vor Ort und für Europa zu wecken? Wie kann durch internationale Lehrerfortbildungen die Handlungskompetenz von Lehrkräften gestärkt werden?

Konsens war, dass es einfache Antworten auf diese Fragen nicht gibt. Antidiskriminierungsarbeit, Projekte zur präventiven Arbeit von religiös oder politisch motivierter Radikalisierung in der Schule, Musik als interkulturelle Arbeit, Schule als gewaltfreier Raum, Aufsuchen von Erinnerungsorten als außerschulische Lernorte, Perspektivwechsel und Begegnung als Mittel der Demokratiebildung sind als Ankerpunkte zu nenne. Zielführend ist es immer, das Zugehörigkeitsgefühl, die Selbstwirksamkeit und Selbstbestimmung der Schüler auch durch schulinterne Strukturen und Konzepte zu unterstützen. Die essentielle Erfahrung, sich an einem fremden Ort auf Neues einlassen zu können, wird durch die Schüleraustausche unterstützt. Um Toleranz, Verständnis und Zusammenhalt innerhalb Europas zu fördern sind die Erasmus+ geförderten Projekte Leuchttürme demokratischer Arbeit in den Schulen. Herzlichen Dank an den PAD für die exzellente Gestaltung der inspirierenden Begegnungsräume in Weimar!

Weitere Informationen zur Fachtagung finden Sie hier:

http://www.sueddeutsche.de/news/bildung/bildung—weimar-holter-betont-nutzen-internationaler-schulpartnerschaften-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-180514-99-298766

https://www.kmk-pad.org/veranstaltungen/details/fachtagung-foerderung-von-demokratischer-bildung-und-toleranz-durch-internationalen-schulaustausch.html

Tanzworkshop zum Thema „Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment“


Seit Oktober wird im Rahmen unseres Erasmusprojektes „Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment“ ein Tanzworkshop angeboten, der es den Schülern ermöglicht, mithilfe zweier Choreografen von der Tanzkompanie bokonzept (Bärbel Stenzenberger und Olaf Reinecke) ganzheitliche Bildung aufgrund des Erprobens individueller Möglichkeitsräume und des Bewusstwerdens individueller Körperlichkeit im gemeinsamen kreativen Schaffungsprozess zu erleben.

Ziel ist es, eigene und selbst erfahrene Vorurteile und Diskriminierungserfahrungen im kreativen und unmittelbaren körperlichen Ausdruck zu entdecken, zu reflektieren und auszudrücken. Finanziert wird das Projekt aus der Pauschale für das Erasmusprojekt und von Oktober bis Dezember 2017 vom Landesbüro Tanz und von Januar 2018 bis März 2018 durch die Landesarbeitsgemeinschaft Tanz NRW e.V. gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration.

Human Rights and History of Discrimination


Erasmus+ Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment

Abschluss des 3. Moduls “Human Rights and History of Discrimination” in Ungarn.

Am 14.10.2017 ist der Erasmus+ Kurs nach Ungarn aufgebrochen um dort im Rahmen unseres Projektes, dessen Hauptfokus die Antidiskriminierungsarbeit ist, das Modul zum Thema „Vorurteile und die Geschichte der Diskriminierung in den Partnerländern“ abzuschließen. Schüler und Lehrer der deutschen, ungarischen, bulgarischen und türkischen Partnerschulen trafen sich in Budapest und Debrecen um intensiv an diesem Thema zu arbeiten und um in das letzte Modul „Diversität als Bereicherung für die berufliche Handlungsfähigkeit“ einzuführen.

Zu Beginn verweilte die Gruppe in Budapest, da dort den Schülern die Geschichte der Diskriminierung Ungarns durch den Besuch der Synagoge und des Haus des Terrors deutlich vor Augen geführt wurde. Auch der Besuch des Memorials der Opfer des Holocaust am Donauufer beeindruckte alle Teilnehmer sehr. An der Partnerschule in Debrecen arbeiteten die Schüler intensiv zum Thema Menschenrechte und Menschenrechtsorganisationen und erstellten ein Banner mit Bildern der Projektaktivitäten und der Inhalte zum Thema Menschenrechtsverletzungen. Sie verglichen die Geschichte der Diskriminierung in den Partnerländern und analysierten die vorgestellten Menschrechtsverletzungen mithilfe der Charta der Menschenrechte der Vereinten Nationen. Die Schüler erstellten einen Fragebogen zum Thema Menschenrechte, welcher auf einem Glücksrad bei dem nächsten Treffen in Deutschland zum Einsatz kommen wird.

Das dritte und letzte Modul „Diversität als Bereicherung für die berufliche Handlungsfähigkeit“ wurde eingeführt. Die Schüler stellten in komplexen Übungen ihre eigenen Annahmen in Frage und wurden so für das Thema sensibilisiert. Bis zum nächsten Treffen in Deutschland werden die Teilnehmer ihre interkulturellen Kompetenzen erweitern und beim abschließenden Treffen im März 2018 ihre Ergebnisse vorstellen.

Wir freuen uns schon alle sehr auf ein gemeinsames Wiedersehen in Deutschland!

Besuch von Amnesty International im Diffkurs (HS) des Erasmus+ Projektes


Am 07.06.2017 haben zwei Mitglieder der Arbeitsgruppe aus Bonn von Amnesty International die Arbeit ihrer Nichtregierungsorganisation an unserer Schule vorgestellt.

Die SchülerInnen des Differenzierungskurses unseres Erasmus+ Projektes wurden im Rahmen des zweiten Moduls des Projektes: Vorurteile und Geschichte der Diskriminierung über die Entstehung und Entwicklung der Organisation informiert und erhielten eine kurze Einführung über die Themen Gefangene, Folter, Todesstrafe, politische Morde, Verschwindenlassen, Flüchtlinge, Straflosigkeit, Waffenhandel und insbesondere die Menschenrechte im digitalen Zeitalter. Frau Busch und Frau Hoffmann stellten die Arbeitsweisen von Amnesty auf internationaler, nationaler und lokaler Ebene vor.

Die Schüler des Differenzierungskurses waren sehr ergriffen von der Arbeit der Organisation und stellten viele Fragen zu den einzelnen Themen. Die Mitarbeiterinnen waren ihrerseits von der Tiefe der Fragen und Reflexionen der Schüler sehr beeindruckt und leider ging die kurze intensive Zeit viel zu schnell vorbei um an diesem Tag allen Themen gerecht werden zu können. Wer Interesse hat, sich weiter über Amnesty International zu informieren findet hier mehr Informationen: https://www.amnesty.de/ (MC)

Schülermobilität im Rahmen unseres Erasmus+ Projektes


C2 Schülermobilität im Rahmen unseres Erasmus+ Projektes „Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment“ nach Bulgarien, Varna.

Vom 23.04.2017 bis zum 29.04.2017 hat die erste Schülermobilität im Rahmen des Erasmus+ Projektes „Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment“ nach Bulgarien stattgefunden. Am ersten Tag haben sich die angereisten Schüler aus der Türkei, Ungarn und Deutschland mit den Gastgebern aus Bulgarien bekannt machen können. Dann fand die Preisverleihung für das Projektlogo statt, das auch vom bulgarischen Fernsehen aufgezeichnet wurde. Die Schüler hatten im Vorfeld unterschiedliche Logos entwickelt und dann abgestimmt welches das Passendste war. Die Ausstrahlung des Beitrags im Fernsehen soll auch zur Verbreitung der Idee des Projektes beitragen, Vorurteile abzubauen und sich jeglicher Art von Diskriminierung entgegen zu stellen. (Den Beitrag kann man sich hier anschauen: https://www.youtube.com/watch?v=O75EAvwgFx8&feature=youtu.be&app=desktop).

Die bulgarischen Schüler haben einen sehr warmen und herzlichen Empfang organisiert: Sie haben für die Gäste in den jeweiligen Landessprachen gesungen und traditionelle Tänze aufgeführt, die sie uns Gästen dann auch prompt beibrachten und wir zusammen übten. Abends wurden die Schüler zu den Familien der bulgarischen Schüler eingeladen und haben das Abendessen mit den Familien genossen.

In den kommenden Tagen wurden vielseitige Aktivitäten der Schüler durchgeführt. Produkte, die während der laufenden Projektarbeit von den Partnern erstellt und vorbereitet wurden konnten nun vorgestellt werden. Die bulgarischen Schüler haben mit Präsentationen über ihr Land, Ihre Stadt und ihre Schule begonnen. Die deutschen Schüler haben von der im März besuchten Touchdown Ausstellung in Deutschland erzählt und kontrovers diskutiert wie Diversität in Deutschland gelebt wird. Der Nachmittag und auch der dritte Tag war dem weiteren Kennenlernen der anderen Kulturen und Sprachen, Ihrer Traditionen und Besonderheiten gewidmet. Es wurden mehrere Theaterstücke aufgeführt zum Thema Diversität und Diskriminierung und es gab Präsentationen (Kurzfilme, Interviews, Standbilder) der Schüler, in denen das Thema Diversität im Vordergrund stand und auch kritisch beleuchtet wurde, mit welchen Erwartungen und Bildern die jeweiligen Länder besetzt sind und ob die daraus entwickelten Vorurteile der Realität entsprechen.

Inhaltliche wurde das erste Modul zum Thema Diversität mit den Präsentationen der Produkte und Reflektion über die bisherige Arbeit abgeschlossen. Damit für alle Beteiligten die geplanten Arbeitsaufträge transparent sind, wurde das zweite Modul zum Thema „Vorurteile und Geschichte der Diskriminierung“ eingeleitet und ein Überblick über die bevorstehende Arbeit gegeben.

Damit die Gruppe auch international noch besser zusammenwachsen konnte, fand ein erlebnispädagogischer Nachmittag in einem Naturpark statt, an dem die Schüler einen weiteren Schritt in die Richtung machten neue Wagnisse einzugehen, sich aufeinander einzulassen, Vorurteile abzubauen -voneinander und miteinander lernen und profitieren zu können.

Die türkische Schule stellte die Homepage zum Projekt bereit, die noch im Aufbau ist und ständig aktualisiert wird. Sie soll auch noch nach der Projektarbeit bestehen bleiben. (Link hier: http://divpre.com)

Am letzten Abend gab es ein wunderschönes Abschiedsessen mit Livemusik und gemeinsamen Tänzen. Es wurden neue Freundschaften zelebriert und der Abschied viel allen schwer und war tränenreich.

Das Wiedersehen im Oktober 2017 in Ungarn, wo das zweite Modul abgeschlossen wird, wird von Allen Beteiligten schon sehnlichst erwartet. (SU & MC)

Fortbildung der Erasmus Projektgruppe am GKB


In der letzten Woche (06.03.-10.03.2017) hat die gemeinsame Kurzzeit-Fortbildung für Mitarbeiterinnen im Rahmen unseres Erasmus+ Projektes: Prejudice Conscience: Diversity and Empowerment an unserer Schule stattgefunden. Am Montag haben wir die Kolleginnen der Partnerschulen aus der Türkei, Ungarn und Bulgarien willkommen geheißen und ihnen unsere Schule vorgestellt. Sie konnten unterschiedliche Facetten zum Thema Diversität und Diskriminierung vertiefen. Dazu gehörte auch, welche Strukturen wir an unserem Berufskolleg bisher geschafft haben und weiterhin anpassen, um der Diversität und den unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler gerecht zu werden. Nach einem Schulrundgang haben wir zunächst unser Bildungsangebot im Allgemeinen und dann vertiefend die Bildungsgänge der Integration und der HS vorgestellt, um zu verdeutlichen, dass nicht nur auf inhaltlicher Ebene im Unterricht der diversen Anforderungen Rechnung getragen werden sollte, sondern auch auf struktureller Ebene. Die individuelle Förderung, die Arbeit der Lehrer in multiprofessionellen Teams und die Arbeit der Schüler im Selbstorganisierten Lernen waren für unsere Kollegen besonders interessant. Zusätzlich hatten die Kollegen die Möglichkeit im Unterricht zu hospitieren um so auch andere Formen der Unterrichtsgestaltung für Empowerment der Schüler, wie zum Beispiel den Gesprächskreis in den internationalen Klassen zu beobachten.

Im Rahmen dieses Austauschs haben wir drei Museen besucht: Das NS-Dokumentationszentrum in Köln, die Bundeskunsthalle mit der Ausstellung Touchdown (Eine Ausstellung von und über Menschen mit Trisonomie 21) und das Haus der Geschichte in Bonn. Die Touchdown Ausstellung besuchten wir gemeinsam mit den Schülern des HS- und IK-Erasmus Differenzierungskurses. Ein weiters Highlight war die Teilnahme am Workshop des Antidiskriminierungsbüro in Köln. Die Arbeit dieser ehrenamtlichen Organisation hat uns sehr beeindruckt, denn die Relevanz und Wichtigkeit den Menschen, die Diskriminierungserfahrungen haben einen geschützten Raum und Hilfe anzubieten, wurde uns deutlich bewusst. Die Kolleginnen und Kollegen aus Ungarn, Bulgarien und der Türkei haben wichtige Beiträge geleistet, indem sie in Workshops zum kooperativen Lernen und einem Anti-Mobbing Programm verdeutlichten, wie man auf ganz unterschiedliche Weise Diskriminierungen Etwas entgegen gesetzt werden kann. Abends haben wir die Freizeit miteinander genossen und in informellem Rahmen viel Zeit gehabt uns auszutauschen. Wir sind sehr froh, dass die letzte Woche, auch Dank der Hilfe vieler Kolleginnen und Kollegen im Hintergrund, so erfolgreich verlaufen ist. Die Kolleginnen aus Ungarn, Bulgarien und der Türkei waren sehr beeindruckt von der Teamarbeit innerhalb unseres Berufskollegs und haben sich herzlich für die Aufnahme bedankt. Wir freuen uns schon sehr auf ein gemeinsames Wiedersehen: Ein Kurzzeitaustausch von Schüler/-innengruppen im April in Bulgarien. Bis dahin werden die Schüler weiterhin am ersten Modul arbeiten, das dann in Varna abgeschlossen wird. (Sarah Mc Nelis)

Erasmus+ Projekt: „Prejudice Conscience – Diversity and Empowerment“


Vom 15.11 bis 19.11.2016 fand das erste Transnationale Projekttreffen an unserer Partnerschule in Bursa/Türkei statt. Damit ist unser Erasmus+ Projekt „Prejudice Conscience – Diversity and Empowerment“ mit den Partnerschulen in der Türkei, Ungarn und Bulgarien erfolgreich gestartet. Bei diesem Projekt stehen die Sensibilisierung für Diversität und Antidiskriminierung sowie das „Empowerment“ für die berufliche Handlungsfähigkeit im Vordergrund.

Das erste Treffen diente dazu, sich besser kennen zu lernen und den kommenden Projektverlauf detaillierter zu planen. In konstruktiver und harmonischer Zusammenarbeit haben wir die anstehenden Lerninhalte, Aktivitäten und die zu erstellenden Produkte festgelegt. Der Austausch über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten unserer Partnerländer ermöglichte uns Diversität auch auf dieser Ebene auszuleben. Wir blicken nun voller Freude und Zuversicht auf die zweijährige gemeinsame Projektarbeit. Während die Schülerinnen und Schüler der Partnerländer kontinuierlich auf der eTwinning Plattform und auch im Unterricht am ersten von drei Modulen arbeiten, werden wir Lehrer auf unserem nächsten Treffen im März in Deutschland, von dem jeweiligen Expertenwissen der Partnerschulen profitieren. (Sadife Akca-Yückesoy und Sarah Mc Nelis)

Erasmus Plus: Die Arbeit hat sich gelohnt!


Wir haben es geschafft! Das Georg-Kerschensteiner-Berufskolleg ist eine der 140 Schulen in Deutschland denen am 04.07.2016 ein Projekt von Erasmus+ Leitaktion 2 genehmigt wurde. Unser Projekt heißt Prejudice Conscience: „Diversity and Empowerment“ mit unseren neuen Partnerschulen in der Türkei, Ungarn und Bulgarien wollen wir das Bewusstsein dafür stäken, dass Andersartigkeit mit Vorurteilen behaftet ist und die Reflexion von eigenen und von Vorurteilen Anderer wichtig ist. Während des Projektes werden wir daran arbeiten, dass die Schüler und Schülerinnen dafür sensibilisiert werden, dass Andere nicht unbedingt ihren eigenen Erwartungen entsprechen müssen. Sie sollen sich gegen Diskriminierung in jeglicher Form stellen und diese Haltung als Grundlage für eine demokratische Gesellschaft sehen. Wir sehen Migration nicht als bedrohlich an, sondern verstehen die damit einhergehende kulturelle Diversität als gesellschaftliche Bereicherung.

Wir werden bei diesem Projekt schulintern bildungsgang übergreifend arbeiten, damit unsere Schülerinnen und Schüler von Anfang an Pluralität und Diversität verinnerlichen und leben können. Beteiligte Bildungsgänge sind die zweijährige Berufsfachschule Gesundheit und Soziales und die Bildungsgänge der Integration. Dabei ist uns wichtig, dass wir die Internationalen Förderklassen konstruktiv in die Projektarbeit einbinden, denn den Erfahrungen und den Vorstellungen dieser Jugendlichen Raum zu bieten ist essentiell für gut gelingende Diversität und soziale Inklusive. Mithilfe der Förderung durch die EU werden wir einen Beitrag zu einem friedlichen Miteinander leisten und die Professionalisierung der Schüler im Hinblick auf ihre interkulturellen Kompetenzen als zukünftige Arbeitnehmer stärken. Wir freuen uns riesig auf die gemeinsame Projektarbeit in den kommenden zwei Jahren! Sadife Akca-Yükesoy und Sarah Mc Nelis