Freitag, den 03.10.2008, Tag
der Deutschen Einheit, acht Uhr morgens, endlich war es soweit.
Mitten in den Herbstferien
traf sich der Französischkurs der GYE 12 am Bonn-Beueler Bahnhof um mit einem
Reisebus nach Paris aufzubrechen. Nachdem es wegen einigen Problemen mit dem
ursprünglichen, großen Bus zu einer Verspätung von 45 Minuten gekommen war,
konnten wir um 9.15 Uhr endlich (auf drei kleine Busse verteilt) losfahren.
Nachdem wir nach sieben- bis achtstündiger Fahrt in Paris angekommen waren,
konnte das eigentliche „Abenteuer“ losgehen! Jeder von uns bekam von
Mitarbeitern des Deutsch-Französischen Jugendwerks, die uns im Parkhaus in Bercy
in Empfang nahmen, eine Tüte, die mit
allerhand Nützlichem gefüllt war: darunter unser Programm für den kommenden
Tag, eine Metrokarte, ein Stadtplan, ein Programmheft der „Nuit Blanche“ und
unser „artention“-Armband, das auch die Eintrittskarte für das Mia-Konzert am
Abend sein sollte. Dann machten wir uns mit der Metro auf den Weg zu unserer „Gastschule“,
dem Lycée Carnot, das im 17. Arrondissement liegt.
Den ersten Abend verbrachte
jede Schülerin in einer Gastfamilie. Dabei reichte die Alterspanne unserer Gastgeschwister
von 12- 18 Jahren.
Die Befürchtungen, die
einige von uns hegten, ob wir uns in einer fremden Umgebung mit nicht allzu
großen Französischkenntnissen zurechtfinden würden, erwiesen sich jedoch als
überflüssig, da unsere Gastfamilien sich sehr große Mühe mit uns gaben.
Am Samstagmorgen trafen wir
uns wieder im Lycée Carnot, um gemeinsam mit anderen Schülern (Deutschen und
Franzosen) unsere selbst produzierten Projekte vorzustellen. Wir hatten ein
Theaterstück „La Liseuese“ erarbeitet, welches wir gespielt und dann aufgenommen haben.
Nach der Präsentation fuhren
wir zur „Ile de la Cité“ und schauten uns dort ein wenig um. So sahen wir zum
Beispiel „Notre Dame“, das Rathaus und natürlich die „bouquinistes“ am Seineufer. Zum Mittagessen konnten wir in eine
Mensa im Viertel „St-Germain-des-Prés“ gehen.
Zum Essen trafen wir auch einige französische Schüler der Gastfamilien wieder.
Nachmittags stand ein
Museumsbesuch, im Museum „Palais de Tokyo“ auf dem Programm. Im Anschluss daran
gingen wir zum Eifelturm, den wir aufgrund von Zeitmangel jedoch leider nicht
„erklimmen“ konnten.
Der nächste Programmpunkt zu
dem wir mit der Metro gefahren sind, fand in dem wunderschönen Park „Jardin du Luxembourg“ statt. Dort waren
einige Schülerprojekte zu sehen und es bestand die Möglichkeit, sich an
verschiedenen Ständen rund um das Thema „Deutsch-französische Beziehungen“ zu
informieren. Davon abgesehen konnte man sich im Park aber auch ein wenig
ausruhen.
Schließlich machten wir uns
auf den Weg zum Rockkonzert der Gruppe „MIA“ aus Deutschland, welche als
feierlichen Abschluss dieses Projekt abrunden sollte. Auch der Ministerpräsident
des Landes Nordrhein-Westfalen, Jürgen
Rüttgers, ließ es sich nicht nehmen, beide Seiten mit freundlichen Worten zu
begrüßen und darauf aufmerksam zu machen, dass 2000 Schüler an diesem Projekt
teilnehmen konnten.
Nach einem gelungenen
Konzert hatten wir noch ein paar Stunden Freizeit, bis der Bus uns nachts um
zwei Uhr am Busbahnhof von Bercy wieder
in Richtung Heimat bringen sollte. Wir fuhren
alle geschlossen mit der Metro noch einmal zum Eiffelturm um ihn nachts
angestrahlt erleben zu können. Das hat sich auch sichtlich gelohnt, da dieser
blau angestrahlt war und durch blinkende Lämpchen so wirkte, als würde er glitzern.
Die Busfahrt verlief nach der ersten halbe Stunde dann eher im Stillen, da doch
alle ein wenig müde waren ;-). Sonntags um 9.00 Uhr morgens waren wir dann
wieder am Bonn-Beuler Bahnhof und hatten doch einiges über unsere Französischen
Freunde und ihre Gastfreundschaft gelernt.
Zusammenfassend lässt sich
sagen, dass dieser Aufenthalt, für den wir nichts bezahlen mussten, sehr gut
durchorganisiert war, man musste sich wirklich um nichts kümmern und wir haben
doch einiges von Paris gesehen.