Erfahrungsbericht unserer Parisreise von Jennifer Czambor

 

Freitag, den 03.10.2008, Tag der Deutschen Einheit, acht Uhr morgens, endlich war es soweit.

Mitten in den Herbstferien traf sich der Französischkurs der GYE 12 am Bonn-Beueler Bahnhof um mit einem Reisebus nach Paris aufzubrechen. Nachdem es wegen einigen Problemen mit dem ursprünglichen, großen Bus zu einer Verspätung von 45 Minuten gekommen war, konnten wir um 9.15 Uhr endlich (auf drei kleine Busse verteilt) losfahren. Nachdem wir nach sieben- bis achtstündiger Fahrt in Paris angekommen waren, konnte das eigentliche „Abenteuer“ losgehen! Jeder von uns bekam von Mitarbeitern des Deutsch-Französischen Jugendwerks, die uns im Parkhaus in Bercy in  Empfang nahmen, eine Tüte, die mit allerhand Nützlichem gefüllt war: darunter unser Programm für den kommenden Tag, eine Metrokarte, ein Stadtplan, ein Programmheft der „Nuit Blanche“ und unser „artention“-Armband, das auch die Eintrittskarte für das Mia-Konzert am Abend sein sollte. Dann machten wir uns mit der Metro auf den Weg zu unserer „Gastschule“, dem Lycée Carnot, das im 17. Arrondissement liegt.  

 

Den ersten Abend verbrachte jede Schülerin in einer Gastfamilie. Dabei reichte die Alterspanne unserer Gastgeschwister von 12- 18 Jahren.

Die Befürchtungen, die einige von uns hegten, ob wir uns in einer fremden Umgebung mit nicht allzu großen Französischkenntnissen zurechtfinden würden, erwiesen sich jedoch als überflüssig, da unsere Gastfamilien sich sehr große Mühe mit uns gaben.

 

Am Samstagmorgen trafen wir uns wieder im Lycée Carnot, um gemeinsam mit anderen Schülern (Deutschen und Franzosen) unsere selbst produzierten Projekte vorzustellen. Wir hatten ein Theaterstück „La Liseuese“ erarbeitet, welches wir  gespielt und dann aufgenommen haben.

Nach der Präsentation fuhren wir zur „Ile de la Cité“ und schauten uns dort ein wenig um. So sahen wir zum Beispiel „Notre Dame“, das Rathaus und natürlich die  „bouquinistes“ am Seineufer. Zum Mittagessen konnten wir in eine Mensa im Viertel  „St-Germain-des-Prés“ gehen. Zum Essen trafen wir auch einige französische Schüler der Gastfamilien wieder.

Nachmittags stand ein Museumsbesuch, im Museum „Palais de Tokyo“ auf dem Programm. Im Anschluss daran gingen wir zum Eifelturm, den wir aufgrund von Zeitmangel jedoch leider nicht „erklimmen“ konnten.

 

Der nächste Programmpunkt zu dem wir mit der Metro gefahren sind, fand in dem wunderschönen Park  „Jardin du Luxembourg“ statt. Dort waren einige Schülerprojekte zu sehen und es bestand die Möglichkeit, sich an verschiedenen Ständen rund um das Thema „Deutsch-französische Beziehungen“ zu informieren. Davon abgesehen konnte man sich im Park aber auch ein wenig ausruhen.

 

Schließlich machten wir uns auf den Weg zum Rockkonzert der Gruppe „MIA“ aus Deutschland, welche als feierlichen Abschluss dieses Projekt abrunden sollte. Auch der Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen,  Jürgen Rüttgers, ließ es sich nicht nehmen, beide Seiten mit freundlichen Worten zu begrüßen und darauf aufmerksam zu machen, dass 2000 Schüler an diesem Projekt teilnehmen konnten.

 

Nach einem gelungenen Konzert hatten wir noch ein paar Stunden Freizeit, bis der Bus uns nachts um zwei Uhr am Busbahnhof von Bercy  wieder in Richtung Heimat bringen sollte.  Wir fuhren alle geschlossen mit der Metro noch einmal zum Eiffelturm um ihn nachts angestrahlt erleben zu können. Das hat sich auch sichtlich gelohnt, da dieser blau angestrahlt war und durch blinkende Lämpchen so wirkte, als würde er glitzern. Die Busfahrt verlief nach der ersten halbe Stunde dann eher im Stillen, da doch alle ein wenig müde waren ;-). Sonntags um 9.00 Uhr morgens waren wir dann wieder am Bonn-Beuler Bahnhof und hatten doch einiges über unsere Französischen Freunde und ihre Gastfreundschaft gelernt.

 

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass dieser Aufenthalt, für den wir nichts bezahlen mussten, sehr gut durchorganisiert war, man musste sich wirklich um nichts kümmern und wir haben doch einiges von Paris gesehen.