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Ausbildungsgang: Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik


Das Berufskolleg Troisdorf übernimmt als dualer Partner in der Berufsbildung die dreijährige theoretische Ausbildung der Verfahrensmechaniker in allen Schwerpunkten.

Verfahrensmechaniker/in
für Kunststoff- und Kautschuktechnik
Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik
Schwerpunkt Schwerpunkt Schwerpunkt Schwerpunkt Schwerpunkt Schwerpunkt
Bauteile Halbzeuge Formteile Mehrschicht- Kautschukteile Kunststoff-
fenster
Faserverbund-
werkstoffe
        seit 01.08.2006 seit 01.08.2006


Wir unterrichten in Bezirksfachklassen.


Gliederung der schulischen Berufsbildung

Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

3. Ausbildungsjahr

Fachbildung

mit Fachdifferenzierung in den Fächern Verfahrenstechnik und Technische Kommunikation

2. Ausbildungsjahr

Grundbildung

mit Schwerpunktbetonung bei Parallelklassen

1. Ausbildungsjahr

Grundbildung

 



Die Stundentafel der Verordnung über die Berufsausbildung zum/zur Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik weist im fächerübergreifenden Teil Religion, Deutsch, Politik und Sport aus und sieht im berufsbezogenen Bereich folgende Fächer vor:


Unterrichtsfach 1. Schul-/ Ausbildungsjahr 2. Schul-/ Ausbildungsjahr 3. Schul-/ Ausbildungsjahr
I Berufsbezogener Bereich Jahresstunden
(40 Jahresstunden entsprechen 1 Wochenstunde/Jahr)
Fertigungsvoraussetzung 80 120 40
Produktherstellung 160 80 200
Prozessüberwachung 80 + 40¹ 80 + 40¹ 40 + 40¹
Fremdsprachliche Kommunikation 0 0 - 40 0 - 40
       
II Differenzierungsbereichbereich (Vorschlag)  
Kurs: Elektrofachkraft - 80 -
Kurs: Grundlagen der Informationstechnik 20 20 -
Kurs: Grundlagen der Qualitätssicherung - 80 -
Kurs: Schweißen, Kleben, Prüfen v. Bauteilen - - 40
Kurs: Darstellende Geometrie - - 40
Kurs: Mathematik zum Erwerb der Fachoberschulreife - 80 -
       
III Berufsübergreifender Bereich  
Deutsch/Kommunikation 40 40 -
Religionslehre 20 20 -
Sport/Gesundheitsförderung 20 20 20
Politik Gesellschaftslehre - - 40

¹ Wirtschaftslehre wird "integrativ" unterrichtet

Der Unterricht erfolgt "lernfeldorientiert", d.h., die Inhalte werden in Lernfeldern mit starkem Berufsbezug vermittelt. In jedem Ausbildungsjahr unterrichten wir ein halbes Jahr lang an einem Berufsschultag und ein halbes Jahr lang an zwei Berufsschultagen.

Eine Teilnovellierung der neuen Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik ist zum 1. August 2006 in Kraft getreten. Ausbildungsinhalte, Struktur und Prüfungsregelungen bleiben unverändert, es werden lediglich zwei neue Schwerpunkte (Faserverbundwerkstoffe und Kunststofffenster) geschaffen. (BIBB vom 09. August 2006)

Berufsausbildung zum Verfahrensmechaniker Bei entsprechender Eignung stehen nach bestandener Facharbeiterprüfung vielfältige Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Im Berufskolleg sind z. B. eine Technikerschule und eine Industriemeisterschule zu finden.

Verfahrensmechaniker/in für Kunststoff- und Kautschuktechnik

Die Werkstoffgruppe "Kunststoffe" nimmt in einer modernen Gesellschaft einen immer größeren Stellenwert ein.

Aufgrund ökonomischer und ökologischer Überlegungen werden vielfach traditionelle metallische Werkstoffe durch Kunststoffe ersetzt. Dabei reicht das Einsatzspektrum von einfachen Konsumgütern bis hin zu hoch komplexen und technisch anspruchsvollen Teilen in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens. Um dieser wachsenden Bedeutung des Werkstoffs "Kunststoffe" gerecht zu werden, muss eine moderne Berufsausbildung diese vielfältigen Möglichkeiten und Anwendungen entsprechend berücksichtigen.
Dies geschieht am Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Troisdorf als Partner der Ausbildungsbetriebe in der 3-jährigen Ausbildung zum Verfahrensmechaniker für Kunststoff- und Kautschuktechnik mit den Schwerpunkten Bauteile, Halbzeuge, Formteile, Mehrschicht-Kautschukteile und ab dem Schuljahr 2006/07 Kunststofffenster und Faserverbundwerkstoffe.

Die Schüler werden am Berufskolleg in Bezirksfachklassen weitgehend gemäß ihrer Schwerpunkte unterrichtet, wobei die Möglichkeiten der Fachdifferenzierung in vielfältiger Weise genutzt werden.

Nach einer 2-jährigen Phase gemeinsamen Unterrichts, in der wesentliche Grundlagen und das allgemeine Verständnis für kunststofftechnische Problemstellungen erarbeitet werden, folgt im 3. Jahr in enger Absprache mit den regionalen Betrieben der Kunststoffindustrie und des Handwerks die schwerpunktbezogene Ausbildung. Hierbei werden Fragestellungen und Probleme aus der beruflichen Praxis der Schüler aufgegriffen und in entsprechenden Lernsituationen aufbereitet. Unterstützt wird dieser an realen Problemen orientierte Unterricht durch zahlreiche Kursangebote, z. B. im Bereich des Qualitätswesens, der Steuerungstechnik u. a., die eine vertiefende Beschäftigung mit relevanten Fragestellungen erlauben.
Moderne Unterrichtskonzepte wie "Ganzheitliches Lernen" oder "Projektarbeiten" erlauben den Schülern eine aktive Mitgestaltung der Lernprozesse.

Um jedoch allen Schülern auch Einblicke in Bereiche der Kunststofftechnik zu ermöglichen, die nicht unmittelbar mit ihrem Ausbildungsschwerpunkt in Verbindung stehen, werden ebenfalls Kurse und Übungen angeboten, die "schwerpunktübergreifend" z.B. im Bereich verschiedener Füge- bzw. Verarbeitungstechniken ausgerichtet sind. Schließlich werden alle Auszubildenden zu "Experten" der Kunststoffbearbeitung und -verarbeitung ausgebildet. Sie sollten daher entsprechende Kenntnisse erwerben, die über den täglichen Einsatzbereich ihres Betriebes hinausgehen.

Weiter Informationen zur Ausbildung und zum Berufsbild des Verfahrensmechanikers finden sich auf den Internetseiten verschiedener Kunststoffverbände, so z.B. unter gkv.de (Gesamtverband der Kunststoff verarbeitenden Industrie)

Stand vom 01. 04. 2008, verantwortlich: S. Schmitz und H. Stephani

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