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Ausbildungsgang: Technische/r Zeichner/in


Unsere Technischen Zeichner befinden sich in einem dualen Ausbildungsverhältnis (Betrieb und Schule), dass in der Regel nach 3,5 Jahren mit den Berufsschulabschluss und der Abschlussprüfung bei der IHK endet.

Voraussetzung für ein Ausbildungsverhältnis, in der Regel in einem Industriebetrieb, ist mindestens ein Hauptschulabschluss. In folgenden Fachrichtungen kann man eine Ausbildung zum Technischen Zeichner anstreben: Maschinen- und Anlagentechnik, Heizungs-, Klima- und Sanitärtechnik, Stahl- und Metallbautechnik, Elektrotechnik und Holztechnik. Die Grundbildung ist für alle Fachrichtungen gleich und wird in der Fachbildung differenziert fortgeführt.

Die Auszubildenden besuchen unser Berufskolleg im Schnitt an 1,5 Tagen pro Woche. In der Stundentafel findet man neben bekannten Fächern wie Religion, Deutsch, Politik und Sport die beruflichen Fächer: Wirtschafts- und Betriebslehre, Technische Kommunikation, Fertigungs- und Montagetechnik und Produkttechnologie.

Wirtschafts- und Betriebslehre

Technische Kommunikation z.B.: Erstellen und ändern von normgerechten Zeichnungen . In der Regel wird dies heute computerunterstützt mit CAD Systemen gemacht. Im Unterricht arbeiten wir u. a. mit einem 3 D Programm, das die räumliche Betrachtung des Werkstückes ermöglicht. Nachdem das Werkstück fertig gezeichnet ist, kann man eine zweidimensionale Zeichnung ausdrucken.

Fertigungs- und Montagetechnik z.B.: wie und mit welchen Werkzeugen und Maschinen fertigt man ein Zahnrad; wie montiert man aus Einzelteilen ein Getriebe . Produkttechnologie z.B.: Betrachtung eines fertigen Getriebes (welche Werkstoffe wurden verwendet, wie funktioniert es .)

Das Berufskolleg des Rhein-Sieg-Kreises in Troisdorf hat im die im Lehrplan, im Berufsbild und im Ausbildungsrahmenplan beschriebenen Handlungsfelder ein Lernfeldkonzept entwickelt. Im Sinne eines Spiralcurriculums werden die vier Lernfelder Detailkonstruktionen durchführen Fertigungsunterlagen erstellen Änderungskonstruktionen vornehmen Technische Begleitunterlagen erstellen in jedem Schuljahr wiederholt, vertieft und durch zusätzliche Inhalte erweitert.

Für die einzelnen Schuljahre werden den Lernfeldern jeweils Lernsituationen zugeordnet. Die Lernsituationen konkretisieren die komplexen Lernfelder in Form von Lernaufgaben und projektorientierten Problemstellungen. Darin führt eine Abfolge von Handlungsphasen zu einer vollständigen Handlung und leistet so einen Beitrag zum Kompetenzerwerb. Der Beitrag der einzelnen Fächer ist bei jeder Lernsituation aufgeführt. In die Abfolge der Lernsituationen sind Lehrgangssequenzen eingefügt worden, wo dies didaktisch begründet und erforderlich ist. Über Lernaufgaben werden die Schüler in die Vorgehensweise einer Handlungssystematik eingeübt. Übungsphasen sind im Handlungsablauf (Phase: Reflexion und Bewertung) entsprechend der Anforderungen und zur Erweiterung der Methodenkompetenz ausreichend vorgesehen. In den fachbezogenen Übungen/Kursen wird auch, soweit für das Verständnis des Gesamtzusammenhanges nötig, die Fachsystematik einbezogen. Integrierte Übungen zur Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und rechnerunterstütztem Zeichnen werden in Fachräumen mit entsprechender Software durchgeführt. Durch Laborunterricht wird eine weitere Unterrichtsform zum Erwerb umfassender Handlungskompetenz eingesetzt. Handlungskompetenz wird hier verstanden als die Fähigkeit und Bereitschaft des einzelnen, sich in gesellschaftlichen, beruflichen und privaten Situationen sachgerecht, durchdacht sowie individuell und sozial verantwortlich zu verhalten. Zu der Entwicklung von Fach-, Human- und Sozialkompetenz soll der Erwerb von kommunikativer Kompetenz, Methoden- und Lernkompetenz einen unverzichtbaren Beitrag leisten. Die zeitliche Abfolge der Lernsituationen ist in einem abgestimmten Zeitraster für jedes Schuljahr festgelegt.

Die Unterrichtsplanung im Berufskolleg Troisdorf orientiert sich an diesen Vorgaben. Im Differenzierungsbereich ist die Entwicklung von Stütz-/Förderkursen und zusätzlichen Qualifikationen nicht abgeschlossen. Für die Reaktion auf technische Entwicklungen und Erfordernisse des Arbeitsmarktes ist eine ständige Reflexion und Weiterentwicklung unerlässlich.

Stand 31.5.2006

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