1. Unsere Rahmenbedingungen zur Projektumsetzung EASE im Berufspraktikum
Die Fachschule für Sozialpädagogik hat als eine Schule im Rhein-Sieg-Kreis besondere regionale Bedingungen. Die BerufspraktikantInnen suchen sich ihre Berufspraktikantenstellen in den 19 Städten und Gemeinden des Rhein-Sieg-Kreises, in Bonn und Köln sowie grenznahen Gemeinden in Rheinland-Pfalz. In diesen gibt es ganz unterschiedliche Formen und Grade der Kooperation zwischen der einzelnen Kindertagesstätte und der Grundschule. Hinzu kommt, dass die BerufspraktikantInnen ihr Anerkennungsjahr nicht nur in den für das Projekt EASE besonders interessanten Gruppenformen I und III ableisten, sondern auch in der Gruppenform II, in Heimen, im offenen Ganztag oder in Wohngruppen.
2. Die Projektumsetzung unterstützende besondere Bedingungen in Troisdorf
Die Stadt Troisdorf hat auf Grund der Projektteilnahme der Fachschule für Sozialpädagogik die Zahl der jährlich angebotenen acht Berufspraktikantenstellen im Schuljahr 2009/2010 auf 16 erhöht. (13 Stellen in Kindertagesstätten mit zugesagtem Einsatz der BerufspraktikantIn-nen in den Gruppenformen I oder III sowie drei Stellen in der offenen Ganztagsbetreuung der städtischen Grundschulen). In allen städtischen Kindertagesstätten wird ab 1.8. 2009 ein Projektjahr zum Thema "Bildungsbiografie ohne Brüche" durchgeführt. Alle 13 Grundschulleitungen der Stadt sind dafür aufgestellt, durch Information, Hospitationen mit Nachbesprechungen und durch Beratungen die Professionalisierung der in den städtischen Einrichtungen tätigen BerufspraktikantInnen mit auszubilden.
3. Beschlüsse der Bildungsgangkonferenz Berufspraktikum zur Projektrealisierung
Die Bildungsgangkonferenz beschloss, dieser heterogene Ausgangslage eine gleiche Basis zu geben:
- Alle BerufspraktikantInnen des Schuljahres 2009/2010 sollen dieselbe Chance erhalten, ein auf die Zielsetzungen des Projekts EASE bezogenes Profil in Theorie und Praxis auszubilden.
- Diese Profilausbildung wird am Ende des Berufspraktikums zertifiziert.
4. Für die Zertifizierung zu erbringende Leistungen
- eine fachgerechte Präsentation der Einrichtung und ihres Konzepts zur Übergangsgestaltung und der Realisierung von Early Literacy
- Bildungsdokumentation mit einem Kind über ein halbes Jahr mit einem Instrument der eigenen Wahl sowie Erprobung von Wegen der Beteiligung der Eltern.
- eine Präsentation einer eigenverantwortlich durchgeführten Maßnahme im Bereich der Eltern-, Öffentlichkeits- und Teamarbeit mit Verfolgung mind. einer der vier Zielsetzungen von EASE. Wenn 80 % der Leistungsnachweise erfolgreich erbracht werden, erfolgt die Zertifizierung des Profils.
5. Wir stellen die Zertifizierung sicher
Wir stellen die Profilbildung und Zertifizierung sicher durch
- die Fachtagung "Bildungsbiografie ohne Brüche" zum Ende des Schuljahres 2008/2009 (Erwerb des Basis-Know-Hows)
- Präsenzunterricht im Fach Sozialpädagogische Theorie und Praxis
- Integration von Kursinhalten in die Praxis
- Selbstlernzeiten in der Praxis
- die Vorgabe von mind. drei Hospitationen in der Grundschule
- Tagungen im Verlauf des Schuljahres (Anbieter: Fachschule für Sozialpädagogik und Jugendamt der Stadt Troisdorf)
- Modulwahl aus einem von der Fachschule für Sozialpädagogik vorgehaltenen Angebot zur individuellen Weiterentwicklung und Fortbildung
- Die Festlegung, dass wahlweise das für die Abschlussarbeit zu entwickelnde und zu erprobende Handlungskonzept oder das dem Schulleiter einzureichende Thema der fachpraktischen Prüfung im Zielbereich von EASE zu verankern ist.
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